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26.07.2021

Nicht Kleckern - Klotzen ... mit großen Schritten gegen den Klimawandel

In der vergangenen Woche nahm LMR Drilling mit großer Freude ihre neue E-HDD Bohranlage mit einer Zugkraft von 450 to in Betrieb. Die vollelektrische Bohranlage wurde auf der TenneT-Baustelle an der Eider bei Tönning angeliefert und aufgebaut. Hier werden in den kommenden Wochen zwei etwa 1,5 km lange HDD Bohrungen unter der Eider und der angrenzenden unter Naturschutz stehenden Eiderniederung ausgführt. In die Bohrungen werden Kabelschutzrohre eingezogen. Nach dem Kabeleinzug kann dann die sich zurzeit noch über der Eider befindende 110 kV Freileitung zurückgebaut werden, und die etwa 60 m hohen Strommasten verschwinden aus der Landschaft.

Bereits vor drei Jahren entschied sich LMR, im Bereich HDD-Großbohrtechnik zukünftig auf vollelektrische Bohranlagen zu setzen und so das ohnehin schon sehr umweltfreundliche Bohrverfahren auch in dieser Hinsicht weiter voranzutreiben. Als einer der ersten am Markt stellt LMR seit Frühjahr 2019 mit einem 100 to E-HDD Bohrgerät erfolgreich Großbohrungen her.

Die neue 450 to E-HDD Bohranlage ist nach unserem Wissen derzeit das weltweit stärkste und modernste vollelektrische Großbohrgerät am Markt. Üblicherweise bekommen die E-HDD Bohranlagen ihrem Strom (noch) aus dieselbetriebenen Generatoren. Die modernen Anlagen sparen aufgrund der besseren Motoransteuerung dabei schon heute mehr als 30% Kraftstoff ein. Ein klares Bekenntnis, dass LMR Drilling auch zukünftig am Markt vorne sein will. Und zwar nicht nur wenn es um das Aufstellen neuer Längenrekorde oder die Durchführung besonders komplizierter HDD Projekte geht, sondern insbesondere auch im Bereich Umweltschutz.

…und es geht noch besser….

Zunächst erschien die (Schnaps-) Idee, den Strom für den Betrieb der HDD Baustelle aus der über der Baustelle verlaufenden Freileitung „abzuzapfen“ etwas zu ambitioniert. Mit der großartigen Unterstützung unserer Bauherren TenneT und SH-Netz konnte aber sogar dies umgesetzt werden. Es wurde durch SH-Netz kurzfristig ein temporärer 20 kV-Anschluss genehmigt und hergestellt. Gleichzeitig wurden zwei 630 kVA Trafos angeliefert und schon war er da: der Strom aus der Steckdose! So nah an der schleswig-holsteinischen Westküste kann man wohl zu Recht davon ausgehen, dass es frischer Windstrom ist, der nun das Bohrgerät und alle anderen elektrisch betriebenen Peripheriegeräte antreibt. Dieselbetriebene Generatoren gibt es auf dieser Baustelle nicht mehr!

Zwar werden bei diesem Projekt mit den 2 × 1500 m Bohrungen keine neuen Längenrekorde gebrochen… wir sind uns aber sicher, dass hier gerade das wahrscheinlich weltweit emissionsfreieste und leiseste HDD Großprojekt realisiert wird.

Bericht des NDR vom 21.07.2021: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Riesenbohrer-bohrt-sich-unter-der-Eider-durch,riesenbohrer122.html

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